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Schwedische Idylle mit Jodie

  • banzermichelle
  • 18. Juli 2024
  • 6 Min. Lesezeit

Ferien in Südschweden vom 07.-28. Juni 2024


Planung

Unser Wunsch für den diesjährigen Urlaub war es, ruhige Naturferien in Schweden, fernab von Städten und Sehenswürdigkeiten zu verbringen. Die Idee, für fünf Tage einen Camper zu mieten, hatten wir schon sehr lange im Kopf. Mit dem Ziel, hundefreundliche AirBnbs zu buchen, planten wir die Route um die Verfügbarkeit des Campers und der gewünschten Unterkünfte.


Anreise

Lange Fahrten sind nicht unser Ding, also beschlossen wir, maximal sieben Stunden am Tag zu fahren. So hatten wir genug Zeit für Pausen und Spaziergänge mit Jodie.


07.06.: Abfahrt um 17:00 Uhr nach Rottendorf.

08.06.: Weiterfahrt nach Flensburg.

09.06.: Von Flensburg durch Dänemark zum ersten AirBnb in Vittsjö.


Erste Unterkunft: Vittsjö (09.06. - 11.06.)

Der Einkauf im ICA versorgte uns mit Lebensmitteln und das Haus im Wald, nahe am Wasser mit Sauna und Ruderboot war ein Traum. Jodie tobte im grossen Garten, und wir genossen die moderne aber gemütliche Einrichtung. Bereits die ersten Spaziergänge auf den kleinen Waldwegen bestätigten uns in unserer Entscheidung. Am zweiten Tag schnappten wir uns das Ruderboot und drehten eine Runde auf dem See. Jodie war natürlich ebenfalls mit dabei. Es war der perfekte Start in unsere Ferien.



Zweite Unterkunft: Nässjö (11.06. - 13.06.)

Auf nach Nässjö mit einem Zwischenstopp in Jönköping, wo ich meine erste Kanelbullar/Zimtschnecke essen konnte– einfach lecker! Das kleine Städtchen lädt zum Schlendern ein und es gab viele schöne Läden, um ein wenig die schwedische Mode zu durchstöbern.


Das Häuschen in Nässjö war traditionell schwedisch, unglaublich gemütlich und mit einem großen Garten. Hier unternahmen wir am zweiten Tag eine 3,5-stündige Wanderung um den See Davidstorpasjön. Der Weg ist wunderschön und abwechslungsreich - sehr zu empfehlen!


Dritte Unterkunft: Merlänna (13.06. - 15.06.)

Die Unterkunft in Merlänna war leider weniger überzeugend. Der verwilderte Garten, die unzureichende Sauberkeit und die Nähe zu Nachbarn trübten unsere Euphorie. Auch das versprochene Ruderboot hatte schon einiges an Wasser an Board, sodass wir es nicht nutzen konnten. Nach zwei Nächten waren wir froh, weiterziehen zu können.


Camper-Abenteuer (15.06. - 20.06.)

Wir mieteten den Camper vorab bei Roadsurfer und entschieden uns dabei für ein Road-House. Es gibt einen Roadsurfer-Standort etwas ausserhalb von Stockholm. Plant für die Übergabe des Campers genug Zeit ein, denn es war viel los bei Roadsurfer. Einen Check musste man auch noch absolvieren, ob man alles richtig bedienen konnte, Schaden mussten überprüft und das Gepäck eingeräumt werden usvm. Ausserdem musste man eine Kreditkarte hinterlegen, auf der ein Depot reserviert wurde (8500 SEK), was man aber nach einwandfreier Rückgabe des Campers wieder zurückbekommt.


Man konnte das Auto nicht direkt dort stehen lassen, allerdings fanden wir einen Aussenparkplatz beim Flughafen, den wir ebenfalls im Voraus gebucht und bezahlt hatten. Der Parkplatz war sehr einfach zu erreichen, ausserdem konnten wir mit dem Camper ebenfalls kurz durchfahren, ohne etwas bezahlen zu müssen.

 

Dann ging es endlich los.

Für den ersten Stopp entschieden wir uns dazu, wild zu campen. Das ist in Schweden überall erlaubt. Wir fuhren oberhalb von Stockholm ans Meer und fanden einen wunderschönes Fleckchen Erde, wo wir einen atemberaubenden Sonnenuntergang (leider mit der Gesellschaft vieler Mücken) geniessen durften.

Geschlafen haben wir in der ersten Nacht im Klappzelt auf dem Dach, allerdings bin ich fast erfroren. Ich lag mit langer Hose, Socken und Fliessjacke unter der dicken Decke. Ausserdem war die «Matte» oben steinhart, was uns dazu veranlasste, die weiteren Nächte unten zu schlafen, da dies auch viel bequemer und kuscheliger war. Jodie schlief immer auf dem Beifahrersitz (natürlich zum Schutz abgedeckt mit ihrem Kissen und Decke) und manchmal auch auf der Überdecke im Bett ;).



Die zweite Nacht verbrachten wir auf einem Campingplatz. Wir hatten zwar eine Dusche im Camper, allerdings war das eher dafür geeignet, um sich kurz abzuwaschen, da der Duschvorhang komplett an einem klebte. Daher war es wunderbar, auch einmal eine warme Dusche mit genug Platz geniessen zu können. Zusätzlich konnten wir Strom nutzen, soviel man benötigte.

 

Für die dritte Nacht suchten wir wieder ein Plätzchen in der Natur und wurden auch fündig: Ein Platz an einem See mit Sandstrand. Am Morgen schien die Sonne, dazu die Füsse im Wasser, die leichten kleinen Wellen, einfach traumhaft den morgendlichen Kaffee in dieser Kulisse geniessen zu dürfen.

Wir waren allerdings nicht alleine, weitere sechs Camper leisteten uns Gesellschaft. Aber es war trotzdem sehr ruhig und wir hatten alle unseren "privaten" Platz.

 


Für die vierte und fünfte Nacht entschieden wir uns erneut für zwei Campingplätze. Insebesondere weil wir ja vor der Rückgabe noch das Abwasser entsorgen und die Toilette reinigen mussten. Auch dafür der Tipp: Plant genug Zeit ein!

 

Der letzte Campingplatz war der Grösste. Es war interessant, durch das kleine Campingdorf zu spazieren, welches direkt an einem See lag. Ausserdem gab es in der Umgebung wieder sehr schöne Waldwege. Unser Stellplatz lag direkt am Wasser an einem Steg, von dem aus wir den Sonnenuntergang beobachten konnten. Ausserdem gab es ein Restaurant, in dem Hunde erlaubt waren - eine schöne Abwechslung zum ständigen Kochen.

 


Fürs Campen mit Hund gefielen mir persönlichen die Spots mitten in der Natur besser, da sich Jodie meist ohne Leine bewegen durfte. Auf den Campingplätzen, die wir besuchten, galt immer Leinenpflicht.

Es war eine richtig tolle Erfahrung, ich würde es immer wieder machen, aber nach fünf Tagen freute ich mich auch wieder auf ein Häuschen mit etwas mehr Platz ;).

 

Botkyrka und Midsommar (20.06. - 22.06.)

Nach der Rückgabe des Campers ging es weiter nach Botkyrka, wo wir ein traumhaftes AirBnb mit Whirlpool fanden. Jodie hatte wieder einen großen Garten und wir genossen die Ruhe. Ausserdem sahen wir einen wilden Elch und eine Gruppe vom Dammhirschen mit einem Jungtier. Ein tolles Erlebnis!


Am 21.06. feierte ich meinen Geburtstag und ganz Schweden Midsommar. Wir machten einen Ausflug nach Mariefred, was uns unsere Gastgeberin empfohlen hatte. Es handelte sich um ein kleines Dörfchen mit süssen Strassen und Cafés, einem Schloss und schönen Spazierwegen am Wasser, wobei Jodie natürlich an der Leine bleiben musste. Nach der kleinen Sightseeing-Tour versammelten wir uns dann mit hunderten Schweden auf einer riesigen Wiese. Es spielte eine schwedische Band, alle waren sommerlich gekleidet und das Wetter war fantastisch. Nach dem Aufstellen des Maibaums tanzten die Schweden gemeinsam um den Baum, es war eine Freude, dieses Highlight miterleben zu dürfen. Am Abend wollten wir zur Feier des Tages Essen gehen, leider waren so gut wie alle Restaurants in den Dörfern geschlossen, da es sich ja um einen Feiertag handelte. Den Abend genossen wir im Whirlpool, zum Glück mit relativ wenig Mücken.


Lundsbrunn (22.06. - 24.06.)

Am 22.06. fuhren wir weiter Richtung Lundsbrunn. Da haben wir uns für ein Hotel als Unterkunft entschieden. Es war sehr entspannend, einmal nicht selbst Frühstück oder Abendessen vorbereiten zu müssen (Hunde waren im Restaurant leider nicht erlaubt). Wir spielten das erste Mal Discgolf im Wald, wobei Jodie sogar dabei sein durfte, sie hatte den Spass ihres Lebens! Leider wurden wir hier auch tagsüber wieder von vielen Mücken begleitet. Anschliessend verbrachten wir noch drei Stunden im Spa des Hotels Es war ein toller Aufenthalt, jedoch nicht so naturnah und abgeschieden, wie in den AirBnbs.


Sävshult (24.06. - 26.06.)

Unsere letzte Station in Sävshult war das Highlight der Reise. Das neue Gästehaus war sauber, ruhig und idyllisch am Wasser gelegen. Es befand sich neben dem Haupthaus, in dem der sehr hundefreundliche Gastgeber mit seiner Frau wohnte. Mit Sauna, SUP, HotTub und Ruderboot fühlten wir uns wie im Paradies, ein Stück Himmel auf Erden. Jodie konnte sich frei bewegen, bekam einen Ball geschenkt und hatte riesigen Spass. Dieses AirBnb gehört zu den obersten 10% auf der Webseite und hat eine wohlverdiente Bewertung von 4,95/5.



Heimreise (26.06. – 28.06.)

Die Heimreise in drei Etappen war aufgrund der Hitze anstrengend, aber die Erinnerungen an diese perfekten Ferien machten alles wett. Schweden ist ein traumhaftes Land, auch für Hunde. Jodie war glücklich, so viel freilaufen und im See baden zu können. Manchmal musste sie alleine in den Unterkünften bleiben, aber das machte ihr nichts aus. Wir würden diese Reise genauso wiederholen, wie sie war.


DANKE Schweden für die wunderschönen Erinnerungen und die wohltuende, erholsame Zeit. Wir kommen wieder!




Allgemeine Informationen

Budget: Für die gesamten Ferien mit allen Kosten inklusive (Verpflegung, Benzin, Unternehmungen etc.) haben wir rund CHF 5000.- bezahlt, also CHF 2500.- pro Kopf.


Wald mit Hund: Es gibt unzählige schöne Waldwege, aber man muss die Leinenpflicht in Naturschutzgebieten beachten. Jodie blieb auch ohne Leine auf den Wegen, was gut funktionierte. Achtet auf Zecken – wir entfernten nach jedem Spaziergang mindestens fünf!


Mücken: Unterhalb von Stockholm waren Mücken tagsüber kein Problem, aber abends kamen sie in Scharen. Oberhalb von Stockholm waren sie auch tagsüber lästig, besonders im Wald.


Verpflegung: Die Auswahl an Restaurants in den Dörfern war begrenzt, sodass wir oft selbst kochten. Supermärkte sind gut ausgestattet, aber teuer. Kulinarisch gab es keine besonderen Highlights, aber das Gebäck für die Fika war immer lecker.


Camping mit Hund: Für den Camper zahlten wir einen kleinen Aufpreis für Jodie. Bei größeren Hunden empfiehlt sich ein größerer Camper, da es sonst zu eng wird.


Hund in Restaurants: In vielen Restaurants in Schweden sind Hunde nicht erlaubt, außer man sitzt draußen. Plant also ein, dass der Hund manchmal allein in der Unterkunft bleiben muss.



Hast du Fragen zu den Unterkünften, der Organisation oder Unternehmungen? Dann kannst du mich gerne kontaktieren.

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